Honig, Bienen und Mensch – eine besondere Verbindung durch die Jahrhunderte
Die Imkerei gehört zu den ältesten Tätigkeiten der Menschheit. Bereits vor etwa 8.000 Jahren sammelten Menschen Honig aus wilden Bienennestern, wie Höhlenmalereien in Spanien belegen. Im alten Ägypten wurden Bienen schon gezielt gehalten und in Tonröhren gezüchtet. Honig diente damals nicht nur als Süßungsmittel, sondern auch als Heilmittel und Opfergabe.
Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich die Bienenhaltung stetig weiter. Im Mittelalter waren Bienenkörbe aus Stroh weit verbreitet. Einen bedeutenden Fortschritt brachte im 19. Jahrhundert die Erfindung der beweglichen Wabenrähmchen, die eine schonende Honigernte und eine bessere Pflege der Bienenvölker ermöglichten.
Heute verbindet die moderne Imkerei traditionelles Wissen mit aktuellen Erkenntnissen über Bienenhaltung und Naturschutz. Imker leisten einen wichtigen Beitrag zur Bestäubung von Pflanzen und damit zum Erhalt unserer Umwelt und Artenvielfalt.
Ambrosius von Mailand
Warum gilt Ambrosius als Schutzpatron der Imker?
Einer Legende zufolge setzte sich als Säugling ein Bienenschwarm auf sein Gesicht. Die Bienen sollen ihm jedoch nichts getan haben und stattdessen einen Tropfen Honig hinterlassen haben. Dies wurde als Zeichen seiner späteren Begabung als Redner und Gelehrter gedeutet. Deshalb wird Ambrosius häufig mit Bienen oder einem Bienenkorb dargestellt.
Gedenktag
7. Dezember (Todestag bzw. Gedenktag des Heiligen)
Weitere Schutzpatronate
Ambrosius gilt nicht nur als Patron der Imker, sondern auch:
- der Bienen und Honigproduzenten,
- der Kerzenzieher,
- der Lernenden und Studierenden in einigen Traditionen.
Symbolik der Bienen
In der christlichen Tradition stehen Bienen oft für:
- Fleiß,
- Gemeinschaftssinn,
- Ordnung,
- Reinheit und Weisheit.
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Tuten und Tröten
🐝 Das Tuten:
Eine bereits geschlüpfte Jungkönigin erzeugt durch Vibrationen ihrer Flugmuskeln einen hohen, trompetenartigen Ton („tüüüt“).
🐝 Das Quaken:
Noch nicht geschlüpfte Königinnen antworten aus ihren Weiselzellen mit einem gedämpften „quakenden“ Geräusch.
Warum machen sie das?
Kommunikation mit Rivalinnen:
Die Königinnen signalisieren sich gegenseitig ihre Anwesenheit.
Vorbereitung auf Kämpfe:
Das Tuten zeigt oft an, dass eine geschlüpfte Königin bereit ist, die Konkurrenz auszuschalten.
Schwarmsteuerung:
Die Arbeiterinnen nutzen diese Signale. Wenn das Volk noch weitere Nachschwärme bilden will, verhindern die Arbeiterinnen manchmal zunächst, dass die geschlüpfte Königin die anderen Königinnen tötet. Die akustischen Signale helfen dabei, den Zustand des Volkes zu koordinieren.
Für Imker ist das Tuten besonders spannend, weil es oft darauf hinweist, dass gerade neue Königinnen schlüpfen und möglicherweise ein Schwarmabgang bevorsteht.
Die Geräusche sind für Menschen meist nur hörbar, wenn man das Ohr an die Beute hält oder entsprechende Aufnahmen macht. Manche beschreiben das Tuten als eine Art winzige Trompete im Bienenstock. 🐝
Imkerei im Weidenkorb
Der Weidenkorb, auch „Stülper“ genannt, war über Jahrhunderte die traditionelle Behausung der Honigbienen. Geflochten aus Weidenruten oder Stroh, bot er den Bienenvölkern einen natürlichen Lebensraum. Die Arbeit mit Weidenkörben erforderte viel Erfahrung und handwerkliches Geschick, da die Waben fest mit dem Korb verbunden waren.
Heute wird die Imkerei im Weidenkorb nur noch selten praktiziert und dient vor allem der Pflege alter Traditionen. Sie erinnert an die Ursprünge der Bienenhaltung und zeigt eindrucksvoll, wie eng Mensch und Biene schon seit Jahrhunderten miteinander verbunden sind.
Warum haben wir uns für Zadant entschieden?
Vorteile der Imkerei mit Dadant oder Zadant
Dadant und Zadant gehören zu den modernen Großraum-Beutensystemen und bieten viele Vorteile für Bienen und Imker.
Durch den großen Brutraum kann sich das Bienenvolk natürlich entwickeln, ohne dass ständig Brutwaben umgesetzt werden müssen. Das sorgt für mehr Ruhe im Volk und erleichtert die Betriebsweise.
Für Imker bedeutet das weniger Arbeitsaufwand bei den Durchsichten, eine bessere Übersicht über das Brutnest und eine einfachere Schwarmkontrolle.
Gleichzeitig werden Honigräume mit leichteren Waben genutzt, was die Honigernte angenehmer macht.
Kurz gesagt: Dadant und Zadant ermöglichen eine bienengerechte, übersichtliche und effiziente Imkerei – sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Imker.